Dein richtiges Verhalten im Fitnessstudio – so machst du dich nicht lächerlich und wirkst wie ein PRO

Hantelgstell
Nicht immer sind die Regeln im Fitnessstudio für jeden oder gar von Anfang an klar.
Vieles wirkt unwirklich und fremd. Besonders für Neulinge kann es schwierig sein, sich zu Beginn in dieser Welt zurechtzufinden.

Wenn du nicht „nackt“ dastehen willst wenn du ins Studio gehst, lies weiter.

Du hast sie vielleicht schon gelesen: die Vertragsbedingungen und rechtlichen Anforderungen, welche das Fitnessstudio an dich stellt. Bei diesen Regeln geht es zum Beispiel um:
– Die Geräte nach Gebrauch wieder abzuräumen
– Nach Gebrauch der Geräte diese mit Desinfektionsmittel zu reinigen
– Oder deine Wertsachen im Spind zu versperren (das Studio übernimmt keine Haftung für entwendete Wertgegenstände,…)

Diese Regeln helfen dir, aber vor allem dem Studioinhaber vor rechtlichen Schwierigkeiten.

Neben dem rechtlichen Kram den du verpflichtet bist nach deiner Vertragsunterschrift einzuhalten, gibt es aber auch viele ungeschriebene Gesetzte die dir aber niemand sagt.

Aber auch soziale Regeln gilt es im Studio einzuhalten. Diese Regeln lernst du mit der Zeit kennen.
Damit es auch bei engen Platzverhältnissen und während des Hochbetriebs in Studios nicht zu Auseinandersetzungen kommt, sind diese Regeln besonders wichtig.
Nimm Rücksicht auf die anderen Athleten. Bleibe immer freundlich und beherrscht. Und wie du schon von deiner Mutter gehört hast: behandle Sachen die nicht dir gehören auch so. Gib noch besser darauf Acht als wären es deine eigenen.

Doch damit du nicht durch schlechte Erfahrungen erst auf diese ungeschriebenen Regeln aufmerksam wirst, bekommst du sie hier in aller Kürze präsentiert. So ersparst du dir unangenehme Situationen und eventuell so manchen Ärger. Also viel Spaß …


1) Räume hinter dir auf

Eigentlich sollte es zur guten Erziehung gehören, dass du die Dinge die du benutzt auch wieder an den richtigen Platz zurück bringst.
Aber anscheinend ist das nicht allen Studiobesuchern gleichermaßen klar.

Neben der Verletzungsgefahr durch herumliegende Langhanteln, Gewichtscheiben oder Griffe ist es äußerst lästig sich die passenden Hantelpaare im ganzen Studio zusammensuchen zu müssen.

Wenn dir aber auffällt dass Equipment herrenlos im Studio herumliegt, spring über deinen Schatten und räume sie selbst wieder zurück. Klar, es ist nicht deine Aufgabe, aber du wirkst damit als Vorbild und trägst zu einem sauberen Gesamteindruck des Studios bei.

Achte beim Wegräumen der Gewichtscheiben auch darauf, wo du sie hinhängst. Generell gilt: groß auf groß und klein auf klein. So muss die nächste zierliche Dame nicht die 20kg Scheibe rausnehmen damit sie zu ihren 5kg kommt.
Sauhaufen
Das gleiche gilt auch für die Umkleidekabine: Minimiere deinen Platzbedarf so gut es geht. So haben auch andere Studiobesucher noch ausreichend Platz.
 

2) Fühle dich nicht wie zu Hause

Lässt du zu Hause auch den Müll herumliegen und pinkelst neben die Toilette?
Legst du dich ohne etwas unterzulegen total verschwitzt auf deine Couch oder ins Bett? Denke an den Nächsten der das Gerät nach dir benutzen möchte und daran, ob du das Gerät das nächste Mal so vorfinden möchtest wie du es gerade jetzt verlässt.

Zeige Respekt für die anderen Athleten im Studio, dem Personal und natürlich auch dem Equipment gegenüber mit dem du trainierst.
Es kostet dich kaum Mühe, trägt aber immens zu einer guten Atmosphäre im Studio bei. Klingt logisch, ist es aber anscheinend für einige unter uns nicht.
 

3) Lange Finger

Viele Umkleiden sind unzureichend gesichert. In den meisten Fällen ist das auch kein Problem, weil es einen stillen Ehrenkodex unter Sportlern gilt: Dinge die dir nicht gehören greifst du nicht an.

Klingt einleichted und das hat dir sicher auch deine Mama schon eingetrichtert.
Leider kommt es aber doch immer wieder mal vor, dass ein Handy, Kopfhörer, eine Geldtasche oder das Handtuch nicht im Spind eingeschlossen werden, während man unter die Dusche hüpft oder im Studio das Handy für eine Übung kurz irgendwo ablegt und es unbeobachtet ist.

Lass die Finger davon. Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Außerdem weißt du nicht wer dich dabei beobachtet und wo die Kameras versteckt sind.

Anders herum gilt: wenn du so einen Diebstahl beobachtest, sprich den Langfinger darauf an. Meistens ist er geläutert und schämt sich dafür. Oder es war alles nur eine Verwechslung und es wurde nur versehentlich das falsche Handtuch eingepackt weil es deinem zum Verwechseln ähnlich sah.

Darum gilt: geh mit offenen Augen durch das Studio und frage mit Bestimmtheit nach wenn dir etwas verdächtig erscheint.
 

4) Posen vor dem Spiegel

Klar, die Fortschritte die du machst bedeuten dir eine Menge und gerade nach einem schweren Satz wenn die Muskeln so richtig aufgepumpt sind zieht es dich magisch Richtung Spiegel.
Aber beachte folgendes:
Erstens: die Meisten Studiobesucher empfinden das Posing von anderen als sehr lästig.
Zweitens: Damit blockierst du im schlimmsten Fall für einen anderen Athleten die Sicht auf den Spiegel, in dem er gerade mit kritischen Blicken seine Übungsausführung beobachtet.
Und drittens: Mit deinem Posing blockierst du die Geräte, welche sich unmittelbar in der Nähe des Spiegels befinden – zumeist Kurzhantel.

Halte also immer ausreichend Abstand zum Spiegel und betrachte deine Muskeln nicht unmittelbar vor einem Kollegen, der gerade seine Übung in Richtung Spiegel ausführt.
 

5) Während der Übung die Klappe halten

Das gilt sowohl gegenüber deinem Trainingskollegen aber besonders auch gegenüber anderen Athleten während sie gerade in einem Satz trainieren.
Dabei gilt es zwei Dinge zu beachten.
Erstens: Reiß keine Witze während dein Gegenüber gerade beim Bankdrücken aus dem letzten Loch pfeift. Denn bringst du ihn zum Lachen, ist es mit der Konzentration und der Leistung im gleichen Moment vorbei. Verletzungen und üble Laune sind wahrscheinliche Folgen.

Zweitens: Wenn du jemanden gerade im Workout siehst und derjenige/ diejenige sich anstrengt, halte Abstand und spar dir die Rufe: „komm, push – push“. Das irritiert ziemlich.
Kläre vor der Übung ab, ob er/sie einen Spotter braucht und stehe dann bereit um zu unterstützen.
Ungefragte Unterstützung oder verbale Motivationssprüche sind nicht jedermanns Sache und sorgen schnell dafür, aus der Konzentration zu kommen.
 

6) Wer zuerst kommt,…

Ist das Gerät, welches du als nächstes brauchst im Moment mit einem Handtuch belegt oder steht ein Athlet daneben, räume nicht einfach sein Handtuch weg.
Klingt nach Hausverstand und guter Kinderstube, ist aber leider nicht selbstverständlich.

Frag zuerst, ob du in den Satzpausen das Gerät/ die Bank mitbenutzen darfst, oder du dir freie Gewichtscheiben ausborgen kannst.
Im Normalfall sollte ein Abwechseln während der Trainingspausen kein Problem sein, es sei denn das Gerät wird für einen Supersatz oder Zirkel benötigt.
Mit ein wenig Kommunikation (in den Satzpausen) ist das „Zusammenleben“ im Fitnessstudio weitaus einfacher.
 

7) Ein ausreichendes Maß an Körperpflege vor dem Studiobesuch

Das du dich selbst nicht riechst ist klar. Aber wie denken andere Studiobesucher über deinen Körpergeruch?
Ein Mindestmaß an Körperpflege sollte auch vor dem Studiobesuch Pflicht sein.
Zieh ein frisches Trainingsshirt an, lege eine Lage Deo auf und nimm zumindest einen Kaugummi.
Dass du während des Trainings schwitzt ist für alle verständlich und akzeptabel. Du musst aber nicht schon stinkend ins Studio kommen.
 

8) Silence

Ich weiß es ist nicht immer leicht während einem anstrengenden Satz ruhig zu bleiben, aber versuche zumindest nicht bei jeder Wiederholung laut zu stöhnen. Besonders Athleten mit Kopfhörern fällt ihr (eigenes) lautes Gestöhne oft nicht auf. Aber das nervt die Umstehenden ungemein.
Das hatte ich auch schon erlebt. Mich hat es zwar nur einen Lachanfall gekostet, aber andere reagieren weit empfindlicher darauf.

Nach deiner letzten Wiederholung stelle das Gewicht leise auf den Boden. Du bist nicht Ronnie Coleman, dem man ein solches Verhalten nachsehen würde. Das nervt nur und tut Boden, Gewichten und den umstehenden Athleten nicht gut.
 

9) Respekt

Respektiere die anderen Studiobesucher gleichermaßen.
Egal ob übergewichtig oder Neuling im Studio. Erkenne die Tatsache an, dass sie sich dazu überwunden haben ins Studio zu gehen um an ihrer Fitness zu arbeiten.
Auch du hast einmal „klein“ angefangen. Gib ihnen lieber Tipps und Unterstützung, als dass du dich über sie lustig machst und ihnen so den Spaß am Training vermiest.
 
 
 
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