Cellulite

In diesem Artikel soll dir verständlich erklärt werden was Cellulite ist, wie sie entsteht und wie du sie loswerden kannst.
 
Was ist Cellulite?
Cellulite ist nicht – wie fälschlicherweise oft angenommen eine Krankheit – sondern lediglich ein Problem unserer Vorstellung der heutigen Schönheitsideale.

Bei Cellulite handelt es sich um aufgeblähte Fettzellen. Diese Fettzellen haben in normalem Zustand einen Durchmesser von 0,1-0,2mm und können im extremsten Fall bis zu 10mal so groß werden.
Diese Zellen dienen als Depot für Fette, Proteine und weitere Zellbestandteile.

Von Natur aus verändert sich die Struktur des Bindegewebes mit dem Alterungsprozess zwischen Männern und Frauen. Das Gewebe wird mit Hilfe von Kollagenen und elastischen Fasern zusammengehalten.
Während bei Männern und Kindern dieses Netz sehr engmaschig ist, wird es bei Frauen – bewirkt durch eine verstärkte Ausschüttung der Geschlechtshormone – ab der Pubertät weiter. Das hat den Grund, dass sich das Gewebe bei einer Schwangerschaft dehnen muss, um nicht zu reißen.
Die Hormone bewirken eine Veränderung der Streifen. Es wird eine vertikale Struktur eingebracht, welche auch „längsgestreiftes Bindegewebe“ genannt wird. Das lässt eine schnelle Dehnung der Haut zu.
 
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(Bildquelle: Wikipedia)
 
Ausprägungen der Cellulite
Diese Veränderung beschränkt sich leider nur selten auf die Bauchdecke allein.
Zuerst wird die Cellulite bemerkbar, wenn sich an den betroffenen Körperstellen – ohne die Haut zusammen zu schieben – (Bauch, Hintern und Oberschenkel) bei Lichteinfall erste Schatten sichtbar werden. Ist diese Stufe an der Außenseite der Oberschenkel erreicht, sollte auch der Bereich oberhalb der Sitzmuskeln genauer betrachtet werden.
Die Maximale Stufe der Cellulite ist jene, wenn sie bei jedem Licht gut erkennbar ist. Diese ist bekannt als die sogenannte Orangenhaut.

Problemstellen für Cellulite sind meist Oberschenkel(Innen- und Außenseite), Po und Bauch.

Ist dieses Stadium erreicht, dann sind meistens auch die restlichen anfälligen Bereiche – bis hin zur Oberschenkel Innenseite – betroffen.
 
Das Lymphsystem
Zu den Hauptaufgaben unserer Haut gehören das konstant halten der Körpertemperatur und der Schutz gegen Dreck und Schmutz.
Das gelingt ihr mit Hilfe des Bindegewebes. Um das Bindegewebe aber zu erhalten, muss es mit Energie und Nährstoffen versorgt werden. Dies geschieht über das Blutgefäßsystem.
Das Blut wird in den Lungen mit Sauerstoff und im Magen/Darm und den anderen Organen mit Nährstoffen angereichert. Über den Blutkreislauf werden Nährstoffe und Sauerstoff überall im Körper verteilt.
Die nicht verbrauchten Nährstoffe oder der nicht brauchbare Restbestand der Atemluft – der Stickstoff – werden über die Niere, Darm, Blase und Lunge wieder ausgeschieden.

Das Lymphsystem ist das zweite Entsorgungssystem unseres Körpers.

Ein großer Teil von Proteinen und Fetten bleiben aber zunächst noch im Gewebe. Hier wird das Lymphsystem zum Abtransport herangezogen um die Entsorgungsarbeit zu leisten. Um jedoch wirkungsvoll arbeiten zu können, muss das Lymphatische System durch Kontraktion und Dehnung der umliegenden Muskeln angetrieben werden.

Ist jedoch zu wenig Muskelbewegung vorhanden, wird das Lymphsystem in diesen Bereichen träge und die Schlackenstoffe stauen sich im Gewebe an.
Die zurückbleibenden Schlackenstoffe und Fettansammlungen formen sich zu Anhäufungen, welche die Cellulite bilden.
 
Was kannst du dagegen machen?
Sich auf eine Reduktion gewisser Problemzonen zu beschränken ist leider nicht möglich. Auch Cellulite ist ein ganzheitliches Problem.
Die beste Vermeidungsmaßnahme ist das Halten von Normalgewicht. Sammelt sich zu viel Fett im Körper an, wird auch das Lymphsystem stärker belastet.
Auf Dauer gesehen ist der einzige erfolgversprechende Weg die richtige Bilanz von Energieaufnahme und Energieverbrauch.
Um das Lymphatische System anzuregen ist eine regelmäßige sportliche Betätigung äußerst wichtig. Ein aktives Lymphsystem aktiviert die Entsorgungsfunktion und kann so eine Verbesserung der Cellulite bewirken.
Um eine Verbesserung der Durchblutung und des Abtransportes von Fett und Schlackenstoffen zu fördern, müssen spezielle Fitnessübungen oder intensive Gymnastik über 30-45 Minuten ausgeführt werden. Als besonders erfolgversprechend zeigten sich Übungen an modernen Geräten oder auch das Rebound Training – also das Training auf einem kleinen Trampolin. Gute Hilfe bieten auch isometrische Übungen und ein statisches Workout. Selbst im Sitzen sind diese Übungen am Schreibtisch oder im Auto durchführbar.
„Spanne deine Po-Muskulatur an und halte die Spannung einige Sekunden lang. Eine weitere einfache Übung ist, die Füße fest gegen den Boden zu stemmen.“
Hier zeigten sich bereits nach wenigen Wochen gezieltem Training optische Verbesserungen der Problemzonen.
Jedoch nur mit entsprechender Ernährung und einem andauernden Training bleiben die Erfolge auch erhalten.
 
Noch ein paar Tipps:

  • Viel trinken. Denn dadurch werden viele Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt und das ist wichtig für den Kampf gegen Cellulite.
  • Wechselduschen, das heißt eine Abwechslung zwischen heißen und kalten Duschgängen fördert die Durchblutung – aber auch den Stoffwechsel. Ein Tipp ist die Problemzonen eine Minute mit heißem Wasser abzuduschen und anschließend 20 Sekunden mit kaltem Wasser.
  • Auch Massagen, sei es mit Noppenbürsten oder Sisal-Handschuhen, regen die Durchblutung an. Eine einfache selbst durchführbare Massage ist die sogenannte Zupfmassage. Hier hebt man zwischen Daumen und Zeigefinger eine Hautpartie an und lässt sie wieder fallen.
  • Am wirkungsvollsten ist die Lymphdrainage. Diese Massage – von einem professionellen Masseur ausgeführt – löst die Stauungen im System und fördert so den Abtransport von Schlackenstoffen und Giftstoffen.
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    Mit gutem Gewissen kann ich Maßnahmen wie Cellulite Crems oder Selbstbräuner zur Kaschierung nicht empfehlen.
    „Wer glaubt, er bekommt seine Cellulite wieder weg, nur weil er solche Produkte anwendet, unterliegt einem Irrtum“, sagt Hanne Vedder von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Die Ärzte verweisen darauf, dass Cremes, Gels und Öle nicht tief genug in die Haut eindringen, um dort zu wirken, wo Cellulite entsteht: „Wenn überhaupt, wird eine Durchblutungssteigerung in den oberen Hautschichten erzeugt“, sagt Hundgeburth. Zu den Fettzellen in die Unterhaut gelangten solche Wirkstoffe in der Regel nicht: „Der Erfolg bleibt also aus.“ Wichtiger als die Creme selbst ist der Massageeffekt, der beim Aufbringen auf die Haut erzeugt wird, sagt Liebich. „Eine ordentliche Massage regt die Durchblutung und damit auch den lymphatischen Abfluss an.“ Schlackestoffe werden abtransportiert, weniger Wasser eingelagert, die Durchblutung gefördert. „Das ist wichtig, um Cellulite zumindest einzudämmen.“ Es schade nicht, der Haut ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen und sie mit Wirkstoffen wie Fruchtsäuren oder Vitamin A – auch Retinol genannt – zu pflegen, sagt Vedder. Dafür brauche es aber keine teure Cellulitecreme. (Welt.de)
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    Cellulite- und Body-Forming-Cremes können durchaus zu einem besseren Erscheinungsbild der Haut beitragen. Je nach Hersteller müssen die Cremes bis zu zweimal täglich über mehrere Wochen angewendet werden. Aber gerade bei den Cellulite-Mitteln zeigt es sich, dass sie nur unterstützend wirken können und dass es DAS Wundermittel bisher nicht gibt. Die Stiftung Warentest testet nahezu jährlich Cellulite-Cremes und kommt immer wieder zu dem Urteil, das die Cremes nur einen kurzfristigen Pflegeeffekt haben, unabhängig davon, wie hochpreisig sie sind. (http://www.livingathome.de)

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    Vergleich der großen Zellstruktur (Fettanhäufung im Gewebe) mit dem feinen Bindegewebe. Bildquelle www.woman.at .
     

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